HFF on Tour: Ring*Con 2014

26. Oktober 2014


Die Ring*Con 2014 ist vorbei und wir hatten eine Woche Zeit uns von dem genialen aber anstrengenden Wochenende zu erholen. Es war ein grandioses Erlebnis und wir hatten sehr viel Spaß auf der großen Fantasy Convention. Was wir dort so getrieben haben, wen wir alles getroffen haben und natürlich was für Outfits wir getragen haben, erfahrt ihr im folgenden Tourbericht.


Schon bevor es überhaupt losging, fing bei uns der Wahnsinn an. Eine Convention benötigt sehr viel Vorbereitung, vor allem, wenn man jeden Tag etwas anderes anzieht. Wie ihr wisst, sind wir große Fangirls und Fashionaddicts und so wollten auch wir unsere schönsten Cosplay-Kreationen auf der Ring*Con präsentieren. L hatte sich sogar in den Kopf gesetzt, mit ihrem Elsa Kostüm am Kostümwettbewerb teilzunehmen (okay, ich habe sie eventuell ein wenig dazu gedrängt...). Doch auch G und ich hatten viel vor, zumal wir gerne als Gruppe auftreten wollten. Also saßen wir stundenlang an Glitzerschuhen, Vintage-Fotoalben und Bauschaum-Zauberstäben, um unsere Outfits zu perfektionieren. Und wie das so ist, schiebt man Dinge aus der Zukunft gerne auf und zwei Wochen vor der Convention gerieten wir langsam etwas in Stress. Kostüme wollten genäht, Accessoires gebastelt und Requisiten bemalt werden und obendrein mussten wir noch eine Präsentation vorbereiten.


Doch nicht so schnell, lasst uns vorne anfangen: Ring*Con ist eine große Fanatsay Convention und wird von den selben Veranstaltern betrieben, wie die Hobbit*Con, auf der G und L dieses Jahr am Osterwochenende eine tolle Zeit verbracht haben. So war es schnell klar, dass sie auch zur Ring*Con wollten, um dieses Erlebnis auch mit mir zu teilen (an Ostern musste ich leider arbeiten).

Doch schon bald kam die Idee auf, nicht nur als Gast zur Ring*Con zu fahren, sondern auch etwas zu dem Event beizutragen. Zunächst wollten wir gerne die Wartezeiten beim Kostümkontest mit einer Casual Cosplay Modenschau füllen, doch leider war das Programm für diesen Zeitpunkt bereits durchgeplant und so überlegten wir uns, eine Mischung aus Vortrag und Workshop anzubieten, in dem wir uns, unseren Blog und unsere Arbeit vorstellen und direkt mit den Teilnehmern an Casual Cosplays arbeiten konnten. Glücklicherweise kam diese Idee gut an und wir haben einen Platz im Programmheft ergattern können. 


Wir konnten unser Glück kaum glauben (und können es immer noch kaum) und haben uns direkt an ein Konzept gesetzt (dass allerdings mal wieder erst kurz vor knapp umgesetzt wurde). Dementsprechend haben wir zusätzlich zu unserem ganz normalen Cosplayer-Stress auch noch Zeit zum Schreiben und Üben einer Präsentation, Drucken von T-Shirts und Buttons und Auswählen von passenden Kleidungsstücken einräumen und vor allem jede Menge extra Gepäck mitschleppen müssen. Doch der Vortrag/Workshop hat unerwartet viel Anklang gefunden und wir standen einem überfüllten Raum von neugierigen Gästen gegenüber, die uns gespannt eine halbe Stunde zugehört haben, wer wir sind und wie wir arbeiten und dann mit uns an tragbaren Outfits für Hobbits, Elben und Zwergen gearbeitet, die wir für unsere kommenden Hobbit-Themenwochen verwenden möchten.

Da die Convention in Bonn stattfand, waren wir sehr froh, dass wir bei Magda übernachten durften, die unser Chaos toleriert und uns im Näh- und Bastelwahnsinn unterstützt hat, wo sie nur konnte. Während des Events durften wir unsere Vortragsmaterialien bei Tina und Riema auf dem Zimmer lagern und uns samstags bei Tiffy und Jane umziehen. Für diese Gastfreundschaft sind wir unendlich dankbar, weil sie uns vieles sehr erleichtert hat. Vielen, vielen Dank ihr Süßen!
Wir haben auf der Ring*Con einige Panels besucht, mit Stars aus Game of Thrones und es wurden sehr viele tolle Vorträge und Lesungen angeboten, doch das Schönste ist eigentlich, dass die Stargäste so familliär mit den Connies (Convention-Besucher) umgehen. Wenn Sebastian Roché beim Einlass hilft, oder Finn Jones mit dir Girls Just Wanna Have Fun singt, fühlst du dich einfach unglaublich willkommen. L konnte sogar ein Gespräch mit dem Autor Tommy Krappweis führen, von dessen Buch Mara und der Feuerbringer sie so fasziniert ist, dass sie sogar eine wissenschaftliche Arbeit darüber schreiben möchte.
Doch nicht nur die Stargäste und Vortragenden auf der Ring*Con sind toll, sondern vor allem auch die regulären Gäste. Es fühlt sich an wie eine große Familie, wenn man sich mit seinen Mit-Nerds über Fandoms unterhalten kann oder tollen Cosplayern dabei zusehen kann, wie sie deinen Lieblingscharakter Leben verleihen. Auch die von Lori Dungey eingeführte Tradition des Ring-en von Fremden die dir sympathisch erscheinen (man formt einen Ring mit Daumen und Zeigefinger, visiert die Person damit an und wenn man Glück hat (was meistens der Fall ist), bildet der andere ebenfalls einen Ring mit seinen Fingern. Man verbindet sich und ist sich anschließend nicht mehr fremd, was eine lustige und verbindende Erfahrung war. Ebenfalls ein Moment, der mir ewig in Erinnerung bleiben wird, war als Riley Smith bei der Closing Ceremony I See Fire von Ed Sheeran auf der Gitarre spielte und der gesamte Saal diesen sowieso gänsehautbereitenden Song sang.

Auch die legendären Parties auf der Ring*Con waren grandios, vor allem das Gaststars wie Finn Jones, Luke Barnes, Daniel Portman und Alfie Allen einfach ungezwungen mit den Connies tanzten, sangen und Unfug trieben. Und auch, wenn ich immernoch traurig bin, dass Daniel Portman nicht seine leuchtende Partybrille gegen meine 3D Brille tauschen wollte, so hat mein Cyndi Lauper Duett mit Finn Jones es wieder aufgewogen. Und wenn man von Sansa Stark in ihrem Hochzeitskleid in eine Polonaise gezogen wird, dann lehnt man einfach nicht ab (genauso, wenn Captain Jack Sparrow dir Rum aus seinem Becher anbietet). Besonders schön ist es auch andere Connies wieder zu treffen (oder in meinem Fall neu kennenzulernen), die mit einem die Nacht durchtanzen und trotzdem am nächsten Tag im Cosplay parat stehen.

Appropos Cosplay: Ich rede schon die ganze Zeit von der Ring*Con und wie toll es war, doch ich habe euch noch gar nicht erzählt was für Outfits wir so anhatten.

Der allererste Ring*Con Look war ein Elbenoutfit, das L bereits morgens früh anzog, um dort mit einer Gruppe von Mädels und einem netten Herrn die eintrefenden Gäste zu begrüßen. Sie wurde dafür von den Organisatoren als Elbin geschminkt und frisiert (inklusive Ohren und Haarteil) und wanderte in diesem Outfit durch die Hallen des Marritim Hotels, um die Veranstaltung einzuläuten. Anschließend kam sie zurück in Magdas Wohnung, wo wir uns gemeinsam auf unseren Vortrag vorbereiteten.

Für unseren Vortrag haben wir zunächst unsere neuen HIPSTERFANGIRLFASHION Shirts angezogen, weil wir das Gefühl hatten, damit offizieller auszusehen. Doch danach warfen wir uns themengerecht in Casual Cosplay Looks, wie ihr sie von uns gewohnt seid und wie wir sie den neuen Hipsterfangirls vorstellen wollten. G hat sich noch einmal in ihren Look als Zehnter Doctor geschmissen, diesmal mit einer süßen Rockabilly Tolle, brandneuen (naja Second-Hand gekauften) roten Chucks und der Krawatte als Gürtel, doch ebenfalls mit stylischer 3D Brille und jede menge Elan. L hat sich erneut Danaerys Targaryen gewidmet, diesmal in einem Mhysa-Look mit einem blauen Kleid von Primark, einer Lederlook-Leggins und einer Drachenzahnkette, die eigentlich aus zwei Ketten zusammengebastelt ist. Ich habe meinen Arielle-Look überarbeitet, der jetzt endlich den selbstgenähten Meerjungfrauen-Rock enthält, den er verdient. Zudem trug ich eine große Welle im Haar. Besonders schön fand ich, dass das Motto der Eröffnungsparty "Swinging Sixties" war und mein Look durch den Taillenrock und den breiten Gürtel einen Vintage-Pin-Up Vibe versprühte.
Foto: Frederik Stahmer 
https://www.facebook.com/AllesgebenTV
Am Samstag waren wir zunächst Teil einer Panem Modenschau. Dort präsentierten über 40 Frauen Looks inspiriert durch oder übernommen aus den Filmen der Tribute von Panem-Trilogie. Jane hat die Modenschau organisiert und 12 der Outfits selbst genäht. Unter anderm das Transformationskleid, das L trug, das an Katniss' Look erinnern sollte, in dem Moment, als aus dem Hochzeitskleid das Mockingjaykleid wurde. G's Outfit war ein Vintage Twinset von Janes Oma, dem sie noch einen drapierten Schal und ein Haarteil hinzugefügt hat. G hat dem Outfit durch weißes Makeup und einer peppigen grünen Strumpfhose den entsprechenden Capitol-Vibe verliehen. Ich trug eine eigene Capitolskreation, die ich durch das Drapieren von Glitzerstoff, an einem bereits in meinem Kleiderschrank vorhandenen Glitzerkleid von H&M, erhalten habe. Dazu habe ich meine blaue Perücke und eine blaue Strumpfhose sowie einen meiner riesigen Haarreifen angezogen. Entsprechend übertriebenes Makeup und die richtige Attitude haben mich zum Capitolsbewohner gemacht.


Danach legten wir dann mit vollem Cosplay los. L hat, wie bereits erwähnt, mit ihrem Elsa-Look am Kostümwettbewerb teilgenommen, also habe ich mein Anna-Outfit von Karneval nochmal aus dem Keller geholt und ein paar Details überarbeitet. G hat dazu eine moderne, weibliche Variante von Olaf dargestellt, mit einem süßen weißen Baumwollkleid mit orangener Krawatte und einer schwarz-gepunktenen Strumpfhose. Zum Überzeihen für die Außenaufenthalte hatte sie sich noch L's fake Pelzjacke geliehen, in der sie wie ein süßer Eskimo aussah. Abgerundet wurde der Look mit weißem Lidschatten und Lippenstift, sowie einer Stirnlocke. Leider haben wir die Chance verpasst, ein gemeinsames Foto zu schießen, aber vielleicht taucht ja noch eins bei unseren Freunden oder anderen Connies auf, das wir euch zeigen können. Zur abendlichen Party haben wir uns dann etwas luftiger gekleidet und uns noch Blumenkränze (und 3D-/Party-Brillen) aufgesetzt, doch blieben prinzipiell unseren Kostümen treu.


Am Sonntag haben wir uns dann einem Fandom gewidmet, dass wir auf der Ring*Con leider nur sehr wenig gesehen haben: Once Upon A Time. (Lustigerweise haben wir ausgerechnet am Sonntag dann doch noch eine tolle Regina Cosplayerin getroffen, mit der wir auch prompt ein Foto geschossen haben). L war schon sehr früh von der Idee eines Emma Swan Cosplays begeistert und G sieht Mary Margeret einfach sehr ähnlich und teilt ihren Kleidungsstil. Somit stand fest, dass L sich eine passende rote Lederjacke sowie die dazugehörigen Accessoires besorgt und G die perfekte Blusen-Rock-Cardigan Kombination zusammenstellt. Für mich war die Auswahl auch nicht schwer, denn der einzige Charakter, der für mich jemals in Frage kam, war Regina. Doch welches Outfit sollte ich wählen? Da ich vom Aussehen eher wenig Ähnlichkeit mit der zauberhaften Lana Parilla habe, endschied ich mit für einen Look, in dem ich die schwarze Haarpracht einfach imitieren und die tolle Figur vortäuschen konnte: Reginas Märchenwelt Outfit, das sie beim Aussprechen des Fluchs trägt. Eine Lederlook-Leggins und ein schwarzes Korsett besaß ich bereits, also mussten nur Stiefel bestellt, ein Mantel genäht und das Haarteil aus Spitze zusammengeklebt werden. Als uns dann auch noch unsere Freundin Svenja als Killian "Captain Hook" Jones zu uns stoß war unsere Gruppe komplett.

Da ich den Beitrag nicht zu bildlastig gestalten wollte, folgen jetzt noch ein paar weitere Bilder im Anhang, die ich bisher nicht eingebracht habe. Bitte entschuldigt die Bildqualität und auch die Quantität, aber wir hatten einfach keine Lust, die gute Kamera mit rumzuschleppen, wenn so viele tolle Fotografen viel bessere Bilder geschossen haben. Sobald wir diese zusammen gestellt haben zeigen wir sie euch natürlich auch gerne. Viel Spaß mit den Bildern der Ring*Con 2014!

- Y
























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2 Kommentare

  1. Das klingt nach einem super spaßigen Wochenende! Man sieht richtig, dass ihr es genossen habt :)

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    1. Danke, wir hatten auch echt ein richtig tolles Wochenende! :)

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