Tutorial: Tipps für temporäre Tattoos

23. November 2015


Das besondere Etwas, das ein gutes Tattoo einem Look verleiht, ist unvergleichbar. Das haben wir vor ein paar Tagen bei Cressida gesehen. Doch ein permanentes Motiv auf der eigenen Haut zu tragen ist nicht jedermanns Sache und für einige Leute aus verschiedensten Gründen einfach keine Option. Mit den fertigen Aufklebe-Tattoos findet man nicht immer das richtige Motiv und meistens sehen sie auch ziemlich schnell billig aus. Was kann man also tun, um eine möglichst hochwertig aussehendes temporäres Tattoo zu erhalten? Heute verate ich euch meine ganz persönlichen Tipps.

Zugegeben, ein bisschen Talent und künstlerische Begabung gehören schon dazu, aber wenn man ein Motiv auf Papier zeichnen kann, dann schafft man das auch auf der Haut - zumindest wenn man nicht mit einer vibrierenden Tattoonadel, sondern mit Stiften arbeitet. Prinzipiell kann man alles was man sich vorstellt auch als Fake-Tattoo umsetzen. Es sei jedoch vorab gesagt, dass manche Motive einfach immer etwas aufgesetzt wirken und auch die schönste Schattierungsarbeit nichts daran ändern wird. Überlegt einfach, ob das, was ihr vorhabt, nur auf dem Papier oder auch an einer lebendigen Person gut aussehen würde oder probiert euer liebstes Tattoomotiv einfach einmal aus und schaut, wie es euch gefällt.


Die meisten kennen es aus der Schulzeit: es ist langweilig und man beginnt, sich auf den Armen rumzumalen. Aber die Kugelschreibertinte ist nicht besonders gut für die Haut und löst sich mitunter auch schwer von dieser wieder ab. Ich rate deswegen unbedingt zu kosmetischen Produkten für das temporäre Tattoo. Heutzutage findet man Eyeliner und Kajalstifte in allen möglichen Farben zu den günstigsten Preisen, sodass der Fantasie kaum noch Grenzen gesetzt sind. Ich persönlich bevorzuge Stifte zum Anspitzen, da man mit ihnen immer wieder aufs Neue präzise arbeiten und auch kleinere Details ausarbeiten kann. Für ein langanhaltendes Vergnügen sind wasserfeste Produkte natürlich von Vorteil, aber auch die günstigeren Stifte lassen sich mit einem guten Transparentpuder (ich nutze das von Kryolan aus dem Theaterfachhandel) wischfest und haltbar machen.

Bevor man das Tattoo beginnt, sollte man sich über die Größe und die Platzierung Gedanken machen und darüber, ob man die Stellen gut errreicht, wenn man es bei sich selbst zeichnen will. Danach sollte diese Fläche gereinigt und getrocknet werden, damit keine Fettrückstände oder Umweltverschmutzungen das Ergebnis verunreinigen. Im Anschluss geht es an die Planung. Besonders bei geometrischen Motiven und klaren Linien ist eine genaue Planung von Vorteil. Organische Motive kann man oft auch gut direkt aus der Hand zeichnen. Ich zeichne mir dafür kleinere Punkte und dünne Linien vorweg auf, um während des Zeichnens Orientierungspunkte zu haben. Dann baue ich das Motiv langsam auf, indem ich Lücken fülle und Verbindungen ziehe. Nachdem ich das Grundgerüst aufgebaut habe, füge ich Details hinzu und platziere Schattierungen.

Zum Abschluss wird das gesamte Motiv mit Transparentpuder abgepudert. Um nichts zu verschmieren, trage ich das Puder großzügig auf und nehme dann das überflüssige Puder durch sanfte Rotationsbewegungen mit einem großen Puderpinsel herunter. Diesen Schritt kann man auch zwischendurch anwenden, wenn man das bisherige Ergebnis "zwischenspeichern" möchte, oder Angst hat, bei der Detailarbeit vorige Arbeiten zu verwischen. Wenn einem nach dem Abpudern noch weitere Ideen aufkommen, kann man ebenfalls einfach noch weiter am Motiv feilen und im Anschluss erneut mattieren. Das Mattieren hilft außerdem dabei, das Motiv "echter" aussehen zu lassen, da die Farben weniger grell und glänzend erscheinen und somit aussehen, als gingen sie wirklich unter die Haut. Falls man doch etwas zu viel Puder aufgetragen hat und die Farben sehr kalkig aussehen, kann man mit einem feuchten Tuch leicht auf das Motiv drücken (nicht reiben!) um es etwas zu revitalisieren.


Das Wichtigste an einem Tattoo ist allerdings die richtige Attitude! Ein gewisses Selbstbewusstsein und die richtige Selbstverständlichkeit helfen, das Tattoo "real" aussehen zu lassen, denn jemand der ein dauerhaftes Motiv hat, trägt es irgendwann nicht mehr als Trophäe, sondern behandelt es als natürlichen Teil seines Selbstbilds. Also probiert euch aus, guckt was zu eurem Typ passt und tragt die Motive eurer Wahl auf eurem Körper, als sei es das Normalste auf der Welt. Denn schließlich ist es eure Entscheidung wie ihr aussehen wollt und auch wie lange, also tobt euch aus!


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